15. August 2021 // Oehl

Fensterputzer

Bio

„Allmählich zieht die Kälte ein. Wer jetzt allein ist, wird es lange sein.“ (Neue Wildnis)

Oehl – das sind der Wiener Liedermacher Ari Oehl und der isländische Multiinstrumentalist Hjörtur Hjörleifsson, das sind deutschsprachige Texte in ungewohnt dichter Atmosphäre, das ist die Band, die sich hin und wieder zeilenweise und entfremdet zitierend, mit Altbekanntem auseinandersetzt.

Wo Melancholie auf Leichtigkeit trifft, darf geschwelgt und getanzt werden, denn Oehl lebt sich inhaltlich wie musikalisch in Übergängen, in Zuständen des Dazwischenseins aus – Es ist Musik für die Morgendämmerung und Abendeinkehr, für die unklar verlaufenden Grenzen von Frühling und Herbst, für den seltsamen Zustand, der sich zwischen dem eigenen Wachen, Schlafen und Träumen aufspannt.

An der Schnittstelle zwischen Musik, Literatur und Kunst angesiedelt, dringt Oehl sogar bis zum Olfaktorischen durch – so wurde als erstes Merch-Produkt ein eigenes Parfum entwickelt, das riecht, wie die Musik klingt: Nach Waldboden und Sehnsucht – Sein schlichter Name: Oehl.

Gegen die inhaltliche Schwere ziehen sich schwebende Rhythmen und ästhetische Klarheit durch Ton und Bild, die ein- und mitnehmen. Mitnehmen auf eine Reise, die ihr Ziel im Reisen gefunden hat; in den Füßen ein Traumtänzer, im Ohr ein Sehnsuchtsort.

Foto: Tim Cavadini

Socials

Info

Datum: 15. August 2021

Beginn: 20 Uhr

Ort: Innenhof des Landesmuseums, Große Bleiche 49-51, 55116 Mainz

Einlass frühe Vögel: 18 Uhr (inkl. Freigetränk)

Einlass Afterwork: 19 Uhr

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